AI in der EU: vier Hosting-Optionen, drei davon sind Fallen
Microsoft Azure OpenAI Service ist nicht DSGVO-fertig — egal was der Sales-Rep sagt. Was wir 2026 für regulierte Branchen empfehlen.
DSGVO + AI Act + DORA — die Compliance-Landschaft in der EU ist 2026 komplex. Vier Hosting-Optionen, drei mit Vorsicht zu genießen.
1. US-Cloud (Standard OpenAI/Anthropic API) — ❌
Datenübertragung in die USA, Schrems-II-Risiko, kein DPF-Self-Cert ist ausreichend für Banken oder Healthcare. Nur für nicht-personenbezogene Daten OK.
2. Azure OpenAI Service EU — ⚠️
“Region EU” heißt nicht “Daten bleiben in der EU”. Microsoft kann global deine Tokens für Abuse-Monitoring routen. Standard-Tier nicht Schrems-II-fest. Es geht — aber mit Enterprise-Agreement, Lockbox und Audit-Setup.
3. AWS Bedrock Frankfurt — ✓ (mit Caveat)
Anthropic-Modelle in eu-central-1, Datenhoheit OK. Aber: Latency-Tax, Modell-Auswahl kleiner, neueste Modelle 3–6 Wochen später.
4. Self-Hosted (vLLM / Modal / OVH) — ✓✓
Volle Kontrolle, kompatibel mit DORA-Audit-Anforderungen. Für regulierte Branchen unser Default. Kosten höher, dafür kein Compliance-Stress.